Polen in Kürze

Farbbroschüre mit journalistisch aufbereiteten Informationen zu den Themen:

 

Lage / Klima / Natur / Bevölkerung / Geschichte / Staatlicher Aufbau / Kultur / Polnische Küche / Wissenschaft und Bildung / Wirtschaft / Polen und die Welt

 

Hsg. Außenministerium, 64 S.

Die polnische Flora zählt mehr als zweitausend Arten. Man begegnet vielen Relikten – Pflanzen, die in früheren Zeiten in Europa populär waren, heute aber vom Aussterbens bedroht sind. Dazu gehören z.B. der Tatra-Rittersporn (ein Relikt aus dem Tertiär), die Gelbe Alpenrose, die Pontische Azalee und die Zwergbirke.

Unter natürlichen Bedingungen leben in Polen viele Tierarten, die sonst in Europa gar nicht mehr in freier Wildbahn vorkommen. Bereits im 11. Jahrhundert erließen die polnischen Herrscher die ersten Verordnungen, die den Schutz seltener Tierarten wie Biber, Auerochs und Wisent gewährleisten sollten. Die Population des Auerochsen ließ sich in Europa nicht erhalten, aber einen großen Erfolg bildete die Rekonstruktion der Population des Wisents, des größten europäischen Säugetiers, im Urwaldgebiet Bialowiezer Heide. Auch der Biber konnte gerettet werden – vor zwanzig Jahren gab es nur noch etwa 1000 davon, heute leben dort 25.000 Biber. In den Gebirgswäldern fühlen sich Wölfe, Bären und Luchse wohl – ein gutes Dutzend davon lebt im Nationalpark Kampinosheide nicht weit von Warschau. Aber vor allem lieben die Störche Polen: ein Viertel der Weltpopulation der Weißstörche nistet zwischen Oder und Bug. Die Ornithologen zählten über 40.000 Paare in Polen.